Inhalt
Victor ist Auftragskiller und Single. Eines Tages lernt er die etwas schräge Beatrice kennen und fühlt sich irgendwie zu ihr hingezogen. Als sie jedoch eine ungewöhnliche Forderung an ihn stellt, wird schnell klar, dass beide im Grunde ähnliche Ziele verfolgen…
Fazit
„Dead Man Down“ ist ein ungewöhnlicher Thriller mit ebenso ungewöhnlichen Figuren, der seine Hintergründe und Zusammenhänge erst nach und nach preisgibt. Der Zuschauer tappt hinsichtlich der Motive und Beweggründe zunächst ein wenig im Dunkeln, bekommt aber immer wieder neue Puzzleteile serviert, die das Gesamtbild langsam vervollständigen. Das sorgt für eine gewisse Neugier und hält dank der interessanten Charaktere auch über weite Strecken bei Laune.
Die Erzählung verläuft überwiegend ruhig und nimmt sich ausreichend Zeit, um die Figuren und deren Vergangenheit näher zu beleuchten. Zwischendurch wird das Geschehen allerdings immer wieder durch lautstarke Schusswechsel und handfeste Auseinandersetzungen aufgelockert. Die Mischung aus Drama, Thriller und Action funktioniert dabei grundsätzlich ganz ordentlich, auch wenn der Film nicht immer das richtige Tempo findet und sich gelegentlich kleinere Längen einschleichen.
Weniger gelungen empfand ich hingegen die eingestreute Lovestory, bei der es irgendwie nicht so recht funken wollte. Obwohl ich Noomi Rapace und Colin Farrell sehr schätze und beiden für sich genommen eine hervorragende Leistung bescheinigen würde, wollte der Funke zwischen ihnen nicht wirklich überspringen. Ihr Zusammenspiel blieb für mich daher bestenfalls solide und hätte für meinen Geschmack etwas mehr Chemie vertragen können.
Die Handlung selbst ist durchaus interessant konstruiert und hält einige Wendungen bereit, ohne dabei allzu sehr mit Überraschungen um sich zu werfen. Auch die Auflösung fügt die zuvor ausgelegten Puzzleteile ordentlich zusammen und sorgt für einen stimmigen Abschluss. Ein paar Schwächen im Erzählfluss und die nicht wirklich überzeugende Lovestory verhindern zwar ein noch besseres Ergebnis, insgesamt bekommt man hier aber einen sehenswerten Rachethriller, der sich angenehm von der üblichen Genre-Kost abhebt.
6,5/10
Fotocopyright: LEONINE
