Filmbesprechungen

The Bride! – Es lebe die Braut

Inhalt

Amerika in den 30iger Jahren. Frankensteins Schöpfung ist auf der Suche nach einer Frau nach begibt sich zu einer Wissenschaftlerin nach Chicago. Sie erwecken eine kürzlich ermordete Dame wieder zum Leben, gaukeln ihr aufgrund eines Gedächtnisverlustes einfach eine damalige Beziehung miteinander vor. Schnell macht sich das ungewöhnliche Paar einen schrecklichen Ruf im Land…

Fazit

“The Bride! – Es lebe die Braut” war ein Film, bei dem vor allem über Gewalt und deren sorglosen Umgang diskutiert wurde, was ich letztlich nur bedingt nachvollziehen konnte. Wieder einmal wurde ein unnötiges Fass aufgemacht und dabei den Blick auf den eigentlichen Inhalt fast vergessen.

Richtig brutal war der Titel nur selten – und dann auch nicht übertrieben. Im Rahmen seines enorm von Fantasy angereicherten Settings gingen die kleinen Spitzen in Ordnung und standen auch gar nicht mal so im Fokus. Stellenweise erinnerte das Treiben dann eher an eine Gesellschaftskritik wie “Natural Born Killers” – ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen.

Über weite Teile plätscherte das Geschehen vor sich hin und hätte einige Straffungen vertragen können. Besonders schade, denn großartige Darsteller wie Christian Bale fühlten sich ein wenig verschenkt an. Man agierte dem Rahmen der gebotenen Möglichkeiten, doch irgendwie waren den Stars ständig Grenzen gesetzt und deren Potential hierdurch kaum genutzt.

Die Geschichte kam nur selten auf Touren, wurde immer wieder mit Längen auf einem Niveau mit angezogener Bandbremse versetzt. Eine echte Spannungskurve wollte sich dabei ebenfalls nicht einbauen, irgendwann zog das Gebotene nur noch am Betrachter vorbei.

Gute Ansätze und hochwertige Darsteller allein reichen leider nicht. Maggie Gyllenhaal schuf einen unentschlossenen Fantasy-Film, mit merkwürdiger Atmosphäre und inkonsistentem Spannungsbogen. Für Idee und ein paar gelungene Szenen gibt es Lob, für das Gesamtkonstrukt allerdings keine Empfehlung meinerseits.

5,5/10

Fotocopyright: Warner Bros (Plaion Pictures)

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