Whistle
Inhalt
Im Spind eines verstorbenen Mitschülers finden ein paar Jugendliche ein mysteriöses Maya-Relikt und versuchen es zusammen mit einem Lehrer zu erkunden. Scheinbar liegt aber ein geheimnisvoller Fluch auf dem Kunstgegenstand und ein uralter Geist fordert schon bald Opfer ein…
Fazit
Weder Fisch, noch Fleisch was uns die Macher hier mit “Whistle” abgeliefert haben. Im Grunde ist ja nichts gegen solide Teenie-Horrorfilme zu sagen, doch ein wenig mehr Innovation hätte dieses Werk durchaus mit sich bringen dürfen.
Am originellsten war noch das antike Fragment der Maya, der Rest war dutzende Male zelebriertes Genre-Kino nach üblichem Schema, inklusive vorherschaubaren Jump-Scares und Todesfällen nach Ansage. Wirklich alles hat man irgendwo schon einmal gesehen und das Anfangs noch recht interessante Treiben verkam schnell zum x-ten Abklatsch bekannter Algorithmen. Ich möchte diesem Werk dabei zwar keinen gewissen Unterhaltungswert absprechen, dennoch die vertanen Chancen auf ein paar neue Ideen in Misskredit stellen.
Ein kleines Highlight waren die jungen und unverbrauchten Darsteller, deren Chemie zu jederzeit gepasst hat. Man konnte sich gut in die unterschiedlichen Charaktere hineindenken und deren sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen durchaus verstehen. Auch bei der Inszenierung gab es nichts zu kritisieren – die auf Hochglanz polierten Bilder machten einen hochwertigen Eindruck und die vereinzelten blutigen Effekte waren nicht zu verachten, auch wenn sie etwas reichhaltiger hätten erscheinen dürfen.
Der Erzählfluss ging trotz aller Kritik in Ordnung und man blieb bis zum bitteren Ende mit Aufmerksamkeit am Ball. Für eine einmalige Sichtung geht der Titel also durchaus klar, auch wenn dessen Austauschbarkeit letztlich etwas bitter aufgestoßen ist. Für mich war “Whistle” anschaubar, doch selbst für beinharte Genrefans (denen eben das Ganze erst recht zu schablonenhaft skizziert sein dürfte) ist keine echte Empfehlung drin.
6/10
Fotocopyright: LEONINE


