Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken
Inhalt
Nach dem tragischen Tod seiner Frau zieht der Psychiater David Callaway gemeinsam mit seiner Tochter Emily aufs Land, um einen Neuanfang zu wagen. Während er sich zunehmend in seine Arbeit flüchtet, scheint sich die kleine Emily einen imaginären Freund zuzulegen. Was zunächst wie ein harmloses kindliches Spiel wirkt, nimmt jedoch immer seltsamere und beunruhigendere Züge an. Schon bald sieht sich David mit Ereignissen konfrontiert, die er weder erklären noch kontrollieren kann, und gerät zunehmend an die Grenzen seiner Belastbarkeit…
Fazit
Filme wie „Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken“ funktionieren beim ersten Mal – oder, wie in meinem Fall, wenn man den Großteil der Handlung inzwischen wieder vergessen hat – am besten. Nach einem recht gemächlichen und zunächst nicht besonders spannenden Auftakt steigert sich die Spannung nach und nach deutlich. Mit einer zentralen Wendung schlägt die Geschichte schließlich mit voller Wucht ein und verändert die Wahrnehmung des gesamten Geschehens.
Viele Kritiker bezeichneten den großen Twist damals als vorhersehbar, bei mir hat er jedoch hervorragend funktioniert. Sicherlich sinkt danach die Spannung zunächst etwas ab, doch dafür zieht das Tempo spürbar an und die Ereignisse entwickeln sich zunehmend intensiver und auch deutlich blutiger. Die Zuschauer werden förmlich aus ihrer Komfortzone gerissen und die Geschichte steuert anschließend konsequent auf ihr Finale zu.
Robert De Niro und die damals noch sehr junge Dakota Fanning liefern starke Leistungen ab und harmonieren hervorragend miteinander. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern trägt einen Großteil des Films und sorgt dafür, dass die Geschichte auch in ihren ruhigeren Momenten interessant bleibt. Gerade bei einem vergleichsweise kammerspielartigen Thriller wie diesem ist das ein wichtiger Faktor, der hier bestens funktioniert.
Besonders in der ersten Hälfte war mir “Hide and Seek” fast schon einen Ticken zu gemächlich, doch glücklicherweise riss das Interesse dank der hervorragenden Darsteller nicht ab und mit laufender Spielzeit baute sich dann dennoch ein gewisser Grusel auf. Ab dann wurde das Treiben durchaus ansprechend und spaßig, hat mit einem krassen Turn noch einmal wortwörtlich die Kurve bekommen und sich für eine kleine Empfehlung qualifiziert.
7/10
Fotocopyright: Twentieth Century Fox


