Inhalt
Einst war Fred ein gefeierter New Yorker Mafioso, doch nachdem er gegen seine ehemaligen Weggefährten ausgesagt hat, landet er gemeinsam mit seiner Familie im Zeugenschutzprogramm im beschaulichen Frankreich. Während Frau und Kinder versuchen, sich an das ungewohnte Leben fernab der alten Heimat zu gewöhnen, arbeitet Fred an einem Buch über seine bewegte Vergangenheit. Was er dabei nicht ahnt: Seine früheren Kollegen haben längst eine Spur aufgenommen und schmieden bereits Pläne für eine blutige Vergeltung…
Fazit
Mafia-Filme mit Robert De Niro sind eigentlich immer eine sichere Bank und bei einem Luc Besson als Regisseur konnte eigentlich noch viel weniger schief gehen. Blind habe ich da beim günstigen Mediabook zugeschlagen, mich kurz über bisher ausgelassene Sichtung gewundert, aber am Ende dann doch ein wenig resignierend dreingeschaut. Richtig schlecht war “Malativa” zwar nicht, aber für meinen Geschmack viel zu sehr auf “Nummer sicher” getrimmt und ohne nennenswerte Highlights ausgestattet.
Hin und wieder war die Mischung aus unterschiedlichen Genres etwas krude. Neben einigen eher dumpfen und berechnend platzierten Gags gab es ein paar deftige Handkantengemenge oder Schießereien. Der weitestgehend familientaugliche Spaß trug dann zurecht eine höhere Freigabe (FSK16) was vielleicht nicht hätte unbedingt sein müssen.
Der Erzählfluss war so lala. Grundsätzlich war der Streifen schmerzfrei anschaubar und bot seichte Unterhaltung, etwas mehr an Tiefgang oder höherem Tempo wären trotzdem wünschenswert gewesen. Glücklicherweise gab es hervorragende Darsteller – wie eben Robert De Niro, Michelle Pfeiffer oder Tommy Lee Jones – die das Geschehen mit ihrem tollen Zusammenspiel und natürlich auch ihrer jahrelangen Routine von allein trugen.
Anspielungen auf “Good Fellas” und Konsorten waren super, aber unterm Strich hätte bei einer Produktion eines solche Kalibers (also solchem Cast und solchem Regisseur) am Ende irgendwie mehr rumkommen müssen. Mir war das Gezeigte über weite Teile zu seicht, vorherschaubar und spannungsarm. Kein echter Fehltritt, aber weit hinter den Erwartungen, die ich im Vorfeld an diesen Film hegte.
5/10
Fotocopyright: LEONINE
