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Species

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Schon seit einigen Jahren steht die NASA in Kontakt mit außerirdischen Lebensformen. Anfangs verläuft die Kommunikation vielversprechend und friedlich, bis eines Tages eine Formel übermittelt wird, mit der sich menschliche DNA verändern lässt. Die Wissenschaftler wagen das Experiment und erschaffen die junge Sil, die sich erstaunlich schnell entwickelt. Als sie jedoch erkennt, dass sie lediglich ein Versuchsobjekt ist, gelingt ihr die Flucht aus dem Labor. Fortan begibt sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Partner, um ihre eigene Spezies weiterzuführen – mit fatalen Folgen für jeden, der ihr zu nahe kommt…

Fazit

Bereits zu VHS-Zeiten habe ich mich über das verschenkte Potenzial von Species geärgert. Trotzdem ist der Film bis heute fester Bestandteil meiner Sammlung geblieben. Die Grundidee war damals durchaus reizvoll und auch heute besitzt der Streifen noch einen gewissen Charme, selbst wenn er seine Möglichkeiten nie vollständig ausschöpfen konnte.

Als Species Mitte der Neunziger erschien, war die Geschichte im Kern allerdings schon kein wirklich neues Konzept mehr. Die Idee eines von Außerirdischen übermittelten DNA-Codes sorgte zwar für einen interessanten Aufhänger, doch der eigentliche Handlungsverlauf präsentiert sich leider recht vorhersehbar. Überraschungen bleiben praktisch aus und viele Entwicklungen wirken so, als hätte man bewusst auf Nummer sicher gespielt. Der Film läuft über weite Strecken genau so ab, wie man es erwartet, ohne dabei echte Höhepunkte zu setzen. Gerade deshalb wünscht man sich rückblickend entweder deutlich mehr Horror, mehr Action oder zumindest ein spektakuläreres Finale, das länger im Gedächtnis bleibt.

Die größten Schauwerte liefert ohne Zweifel Natasha Henstridge. Das ehemalige Model macht ihre Sache überraschend gut und verleiht der Figur eine Mischung aus Verführung, Naivität und Bedrohlichkeit, die den Film trägt. Auch Michael Madsen gibt den coolen Profi gewohnt souverän, bleibt dabei aber etwas unter seinen Möglichkeiten. Insgesamt ist der Cast solide besetzt, ohne jedoch echte Glanzleistungen abzuliefern.

Inszenatorisch hat Species die Jahre erstaunlich ordentlich überstanden. Einige der visuellen Effekte wirken inzwischen natürlich etwas angestaubt, was bei einer Produktion dieses Alters kaum vermeidbar ist. Das von H. R. Giger entworfene Alien-Design besitzt dagegen noch immer eine enorme Ausstrahlung und zählt zweifellos zu den größten Stärken des Films. Die Kreatur wirkt auch heute noch fremdartig, bedrohlich und faszinierend zugleich.

So hinterlässt Species bei jeder Sichtung erneut gemischte Gefühle. Einerseits bietet der Film durchaus solide Unterhaltung und verfügt über einige interessante Ansätze. Andererseits bleibt stets das Gefühl zurück, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre. Mit etwas mehr Mut und einer konsequenteren Ausrichtung hätte daraus ein echter Genreklassiker werden können. So bleibt am Ende ein ordentlicher Science-Fiction-Horrorfilm, der Fans des Genres durchaus gefallen dürfte, aber nie ganz das Niveau erreicht, das sein Konzept eigentlich versprochen hat.

6/10

Fotocopyright: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH

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