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Cruising

Inhalt

Eine Mordserie in der Schwulenszene sorgt für Aufruhr. Bevor weitere Details an die Öffentlichkeit gelangen, setzt die New Yorker Polizei auf Steve Burns, der Undercover in der Szene ermitteln soll und den Täter hoffentlich schnell überführen kann…

Fazit

Ekel und Faszination liegen manchmal dicht beieinander. Regisseur William Friedkin (u.A. Der Exorzist, The French Connection) lieferte uns hier ein paar krasse Bilder, fesselte mit diesen ungewohnten Einblicken allerdings auch gnadenlos an den Schirm und hinterließ selbst in heutigen Zeiten noch einen bleibenden Eindruck in meinem Hirn.

Tatsächlich habe ich diesen Streifen am vergangenen Wochenende zum ersten Mal gesehen und stellte mir die Frage, warum es erst so spät der Fall war. Normalerweise schaue ich alles mit Al Pacino weg, doch dieser Geheimtipp lief bisher irgendwie unter meinen Radar. Was diesem Film vielleicht an Komplexität fehlt, machten Atmosphäre und nervenaufreibende Spannung locker wieder wett.

Bereits aber der ersten Minute zog das Geschehen in seinen Bann und ließ bis zum bitteren Ende nicht mehr vom Haken. Die düsteren Aufnahmen faszinierten und ließen die Blicke nicht abwenden. Es gab so viel zu entdecken – egal, ob man wollte oder nicht. Die Macher zeichneten ein authentisches Bild einer befremdlichen Szene und ließen viele Dinge passenderweise unkommentiert im Raum stehen.

Wie bereits erwähnt, war die eigentliche Handlung gar nicht mal so komplex. Die Jagd nach dem Täter verlief relativ gradlinig und unaufgeregt, die betörende Inszenierung lenkte jedoch gekonnt davon ab und ließ über Offenkundigkeit in diese Bereich hinwegsehen. Der Film war mehr als ein simpler Krimi, Milleustudie und Charakterbeobachtung zugleich.

Al Pacino performte heraussagend und trug seinen Teil zum Gelingen bei. Man konnte sich gut in seinen Kopf hineindenken, Überwindungen schmerzlich mitfühlen und seine Aktionen verstehen. Kombiniert mit dem interpretationswürdigen Ende hinterließ seine Figur einen bleibenden Eindruck und wertete das sowieso schon hohe Ansehen des Schauspieler weiterhin auf.

Abseits von Pacino gefielen Nebendarsteller wie Paul Sorvino (u.A. Goodfellas) oder Karen Allen (u.A. Jäger des verlorenen Schatzes), die unseren Protagonisten auf ihre Weise passend unterstützten. Richard Cox gab den genialen Antagonisten mit extrem viel Charisma. Besonders beim Finale, also dem Aufeinandertreffen von ihm und Pacino war die Luft zum Schneiden dicht.

“Cruising” hat mich eiskalt erwischt. Hat mich das Szenario zunächst ein wenig abgeschreckt, wollte ich wegen Al Pacino aber unbedingt sofort reinschauen und kam bereits nach den ersten Frames nicht mehr vom Bildschirm weg. Der Film lebte allerdings nicht nur von seinen erstklassigen Darstellern und der tollen Stimmung, sondern auch von seiner gelungen Mischung aus Giallo und Krimi. Ich kann euch das am 09.07.2026 erscheinende Mediabook wärmstens ans Herz legen. Bild- und Tonqualität sind erstklassig, die Extras (u.A. Audiokommentare, Featurettes, Trailer, Booklet) umfangreich.

8,5/10

Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von PLAION PICTURES zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Filmen findet Ihr auf der Webseite des Labels: https://plaionpictures.com

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