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ES: Welcome to Derry (Staffel 1)

Inhalt

Das Böse hat die Kleinstadt Derry fest im Griff. Wir schreiben das Jahr 1962 Jahre und eine Reihe von verschwunden Kindern macht die Einwohner nervös. Schnell werden falsche Verdächtigungen gemacht und das Treiben der Army auf dem neu belebten Stützpunkt kritisch gesehen…

Fazit

“Welcome to Derry” stieß bei mir zu Beginn auf zwei kleine Probleme. Zum Einen bin ich aufgrund der Serienflut in den letzten Jahren kaum noch zur Sichtung von Serien bereit und zum Anderen war ich eigentlich schon mit dem Original aus den 90igern UND dem Remake vor einigen Jahren vollkommen zufrieden. Diese Adaption dichtete obendrein auch etwas viel zur ursprünglichen Handlung hinzu – und dennoch war ich vom Ergebnis letztlich sehr angetan.

Aufgrund der recht umfangreichen Geschichte, den vielen Charakteren und den vielen Zeitsprüngen fiel der Einstieg zunächst nicht leicht. Besonders die erste Folge warf viele Fragen auf und glücklicherweise konnte der weitere Verlauf viele davon durchaus zufriedenstellend beantworten. Überhaupt war gut, dass der “Fress-Zyklus” von ES immer einen bestimmten Zeitraum umspannt und die erste Staffel von “Derry” so eine abgeschlossene Handlung erzählt.

Die acht Episoden waren vom Pacing her erstklassige und die Zeit verging fast wie im Flug. Es gab praktisch keinerlei Längen und spannende Cliffhanger luden zum stetigen Weiterschauen ein, so dass die Serie in nur wenigen Tagen komplett durchgeschaut wurde. Sicherlich wurden – wie Eingangs erwähnt – ein paar Dinge zur bekannten Ausgangslage hinzugedichtet, doch haben sich die Autoren hier spaßige Elemente einfallen lassen und alles fühlte sich wie aus einem Gus an.

Die Darsteller – egal ob jung oder alt – haben ihre Sache allesamt hervorragend gemacht. Man konnte sich prima in deren Köpfe hineindenken und ihre jeweilige Lage bzw. Motive gut verstehen. Jede Figur bekam ausreichend Screentime und sehr schöne Tiefe, ohne die Sache wieder unnötig aufzublähen. Toll umgesetzt auch die Konflikte, die in den frühen 60igern der USA leider noch an der Tagesordnung waren.

Wer die bisherigen Filme mochte, wird die Serienadaption sicherlich lieben. “Welcome to Derry” besaß zwar einige bizarre Momente und seltsame Zusätze, aber unterm Strich harmonierte dies ganz gut mit den bekannteren Versatzstücke zusammen. “Derry” fühlte sich nicht wie eine verlängerte Umsetzung der bekannten Streifen an, sondern ergänzte den “ES”-Kosmos um eigene Gedanken und bot abermals gruslige Unterhaltung in bester King-Manier.

8/10

Fotocopyright: HBO

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