Inhalt
Auf den ersten Blick ist Adam in normaler Angestellter in einem Großraumbüro, doch ursprünglich stammt der schüchterne Kerl von einem fernen Planeten, der vom Unhold Skeletor versklavt wurde. Seit Jahren ist er nun auf der Suche nach seinem magischen Schwert, welches ihm ungeahnte Kraft verleihen und den Weg nach Hause ebnen soll…
Fazit
Als Kind habe ich die Serie und Hörkassetten geliebt und nahezu alle Figuren inklusive der Burg Grayskull besessen und dennoch hält sich meine heutige Liebe zum Franchise arg in Grenzen. Alles wurde verkauft und selbst von den vor Jahren erneut erworbenen Spielzeugen habe ich mich mittlerweile wieder getrennt. Der damalige Film war Müll, doch erste Trailer zur Neuauflage machten etwas Laune und die sofortige Sichtung bei Prime ließ nicht lange auf sich warten.
Eine frühe Streaming-Veröffentlichung steht nicht unbedingt für mangelnde Qualität und diese vermag ich diesem Streifen auch gar nicht unterstellen. Man sieht ihm das Budget von 170 Millionen Dollar durchaus an, lieferte kinoreife Action mit tollen Effekten und jeder Menge Retro-Charme. Trotzdem hinterließ das Gezeigte arg gemischte Gefühle und eine gewisse Unzufriedenheit beim Sichten des Abspanns.
Man versuchte möglichst viele Figuren und Ideen in diesen Titel hineinquetschen, setze alles auf eine Karte und wollte damit vielleicht etwas zu viel. Das Geschehen stellt stellenweise eine echte Reizüberflutung dar, während das Tempo an anderer Stelle ruhig etwas höher hätte ausfallen können.
Manche Abschnitte waren nur bedingt witzig, hätten gerne eingekürzt werden können. Zuschauer ohne Vorkenntnis stoßen sicherlich hier und da auf Missverständnisse, zur echten Aufklärung trugen die Informationen im Vorspann wenig bei. Einige Charaktere und Wesen waren auf einmal da, eine echte Erklärung über deren Hintergründe gab es nicht.
Der Cast war soweit gelungen, auch wenn Hollywood sich zeitgemäße Abweichungen nicht nehmen ließ. Als Nicht-Hardcore-Fan ging das für mich soweit in Ordnung, vor allem die insgesamt solide Vorstellung aller Darsteller machte Spaß. Niemand nahm sich zu ernst und vor allem die strittige Art von Skeletor fand ich unerwartet ansprechend.
Die Action war beeindruckend, ein paar Gags gelungen und es gab kleinere Gänsehaut-Momente. Der neue “Masters”-Film übertrifft seinen Vorgänger beim Weitem und ragt trotzdem nicht ganz über das gehobene Mittelmaß heraus. Unterm Strich zwar eine äußerst solide Unterhaltung, doch mit etwas mehr Aufklärung und Straffung wäre ein runderes Ergebnis herausgekommen. So bleibt ein bunter Cocktail, bei dem es letztlich ein wenig an Seele und Sympathie mangelt.
7/10
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