Veröffentlicht in

Turbulence

Inhalt

Zwei Schwerverbrecher sollen von New York nach Los Angeles gebracht werden und die Polizei nutzt die geringe Auslastung eines normalen Linienfluges an Weihnachten zum Transport. Mitten im Flug zeichnen sich Turbolenzen wegen schweren Unwetters ab und zu allem Überfluss gelingt den gefesselten Sonderpassagieren die Befreiung…

Fazit

Gut anschaubar, aber nicht weltbewegend. Bereits vor einigen Jahren habe ich diesen Streifen schon einmal gesehen, zum größten Teil aber bereits wieder vergessen. Schon früh zeichnete sich der eigentliche Handlungsverlauf ab und echte Überraschungen waren leider Mangelware.

Der Film lebte von einem großartigen Ray Liotta und einer ihm solide gegenüberstehenden Lauren Holly – der Rest war pures Mittelmaß ohne echte Akzente. Gut gefiel jedoch auch die eigenwillige, aber hübsche 90iger Jahre Optik und die durchaus gelungenen Effekte, die für eine ausreichende Immersion sorgten. Manchmal wirkte zwar lediglich die Kamera etwas geschüttelt, aber die Turbolenzen des wilden Fluges kamen trotzdem angemessen rüber.

Der Erzählfluss war größtenteils passabel, aber gerade zum Ende hin wirkte das Gebotene ein wenig gestreckt. Es gab zu viele Wiederholungen und dabei keine neuen Einfälle. Irgendwann wurde dies sogar etwas nervig und mit einigen Abstrichen hätten die Ereignisse nicht gelitten. Zudem wurden Ungereimtheiten spürbar, die bei höherem Tempo vielleicht gar nicht aufgefallen wären.

Alles verlief nach erwarteten Muster und Abweichungen waren nicht zu verzeichnen. Es gab zwar ein paar blutige Bilder, dennoch hätte der Härtegrad einen Ticken höher ausfallen können. Die Charaktere wurden dabei oberflächlich gezeichnet und nur der Hauptdarsteller kam durch seine wahnsinnige Art richtig charismatisch rüber. Zu den Anderen fand man wenig Zugang.

“Turbolence” hatte seine Momente und vor allem seinen herrlich psychopathischen Liotta, stach ansonsten nicht merklich hervor und wird abermals nicht lange im Gedächtnis verweilen. Alles war solide, dafür aber recht vorherschaubar gestaltet und am Ende sogar arg in die Länge gezogen. Hätte Ray auch mal den Funk gekappt, wäre der Flug wohl schneller beendet gewesen. So bleibts ein netter, aber kein sonderlich herausragender Thriller in luftigen Höhen – bei dem unschuldige Opfer in Hotels am Boden so keinerlei Beachtung fanden.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Filmfreak und Gamer - Nerd aus Leidenschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert