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Sword of the Demon Hunter – Vol. 1 (Staffel 1 – Episode 1-12)

Inhalt

Als Kinder flohen Jinta und Suzune aus ihrem gewalttätigen Elternhaus und fanden bei einer gutherzigen Familie Unterschlupf. Dort wuchsen sie behütet und liebevoll auf, konnten ihr Geheimnis jedoch stets bewahren. Während Jinta zu einem stattlichen Krieger und Beschützer seines Dorfes heranwächst, hält er schützend die Hand über seine kleine Schwester, deren dämonische Hälfte bis dato vor den Anderen verborgen geblieben ist…

Fazit

“Animes” – vor allem auch deutschsprachige – gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer und eine Auswahl beziehungsweise Empfehlung fällt da wirklich schwer. Bei den meisten Produktionen bin ich nach den ersten ein bis zwei Episoden wieder raus, doch Sword of the Demon Hunter konnte mich bis zum Ende (der bislang ersten Staffel-Hälfte) fesseln. Bereits die extrem starke und temporeiche Pilotfolge riss überraschend heftig mit und der Rest hielt trotz vieler ruhigerer Passagen das hohe Niveau problemlos.

Die Geschichte besaß durchaus eine gewisse Komplexität, wurde aber anschaulich und jederzeit gut nachvollziehbar erzählt. In vielen Folgen gab es Parallelerzählungen oder Rückblenden, trotzdem verlor man nie den roten Faden aus den Augen. Überhaupt bot die Rahmenhandlung so viel Potenzial, dass man jede einzelne Minute aufmerksam vor dem Bildschirm verbrachte und sich kein Detail entgehen lassen mochte.

Besonders gelungen war dabei die Zeichnung der Charaktere. Trotz Dämonen und deren zunächst gut erscheinenden Jägern waren die Fronten nicht immer klar verteilt und es keimten immer wieder Sympathien für beide Seiten auf. Nicht jedes Monster verfolgte finstere Absichten und längst nicht jede Entscheidung der Hauptfigur war moralisch einwandfrei. Gerade dies kam in den vergleichsweise kompakten Episoden überraschend stark zur Geltung und regte immer wieder zum Nachdenken an.

Auch die Mischung aus actionreichen und dialoglastigen Momenten stimmte einfach. Beide Elemente hielten sich prima die Waage und gehörten zweifellos zu den größten Stärken des Animes. Den richtigen Spagat finden die Macher auch beim Härtegrad. Sicherlich floss gelegentlich ordentlich roter Lebenssaft, allerdings stets in einem gut erträglichen und nie übertriebenen Rahmen. Die FSK 16 geht deshalb vollkommen in Ordnung, höher müsste die Freigabe meiner Meinung nach nicht ausfallen.

Technisch bewegte sich die Serie ebenfalls auf einem hohen Niveau. Der Animationsstil hat mir richtig gut gefallen und zumindest optisch hielt sich der Einsatz des oftmals unpassend wirkenden CGI angenehm zurück. Die Figuren sahen hervorragend aus, besaßen halbwegs natürliche Proportionen und ihre Bewegungen wirken jederzeit flüssig. Eine tolle deutsche Synchronisation rundete den positiven Gesamteindruck zusätzlich ab.

Seit dem grandiosen “Elfen Lied” habe ich keine Anime-Serie mehr so “durchgesuchtet” wie diese. Ab der ersten Folge hielt mich das perfekt inszenierte Geschehen fest im Griff und ließ mich trotz der ruhigeren Abschnitte keine Sekunde los. Die Geschichte macht nach wie vor Lust auf mehr und ich werde hier definitiv am Ball bleiben, dem weiteren Verlauf mit großer Freude entgegenfiebern. Bis dahin gibt es nicht nur für Anime-Fans eine dicke Empfehlung für dieses atmosphärische Spektakel, das Action, Tiefgang, starke Dialoge, moralische Grauzonen und wunderschöne Aufnahmen gekonnt miteinander verbindet.

8,5/10

Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von PLAION PICTURES zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Filmen findet Ihr auf der Webseite des Labels: https://plaionpictures.com

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