Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Eine neue Eiszeit hat die Erde fest im Griff. Nur noch wenige Menschen konnten überleben und kämpfen in sogenannten Kolonien Tag für Tag ums nackte Überleben. Tief unter der Erde versuchen sie, mit ihren knappen Vorräten auszukommen und sich vor den lebensfeindlichen Bedingungen an der Oberfläche zu schützen. Doch Grippewellen und andere Seuchen dezimieren die Bevölkerung immer weiter und sorgen für Angst und Verzweiflung.
Als Kolonie 7 plötzlich einen Hilferuf von einer benachbarten Siedlung empfängt, wird ein kleines Rettungsteam zusammengestellt. Vor Ort erwartet die Männer allerdings kein gewöhnlicher Notfall. Schnell wird klar, dass etwas Schreckliches geschehen ist – und das, was sie dort entdecken, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen…
Fazit
Die Geschichte ist in Sachen Einfallsreichtum zwar nicht unbedingt das Maß aller Dinge, bietet aber dennoch ein solides Grundgerüst für einen unterhaltsamen Endzeitfilm. Das Szenario funktioniert überraschend gut und wird durch die gelungene technische Umsetzung zusätzlich aufgewertet. Dadurch kommt ein stimmiges Endzeit-Flair auf, in das man als Zuschauer recht schnell eintaucht.
Mit Fishburne und Paxton wurden zwei ausgezeichnete Hauptdarsteller verpflichtet, die ihre Rollen souverän und glaubwürdig ausfüllen. Beide bewegen sich routiniert durch die verschneite Welt und verleihen ihren Figuren genügend Präsenz, sodass man ihnen die Situation jederzeit abnimmt. Auch die übrige Besetzung macht ihre Sache ordentlich und fügt sich gut ins Gesamtbild ein.
Obwohl sich der Film auf vergleichsweise wenige Schauplätze beschränkt, entsteht eine glaubwürdige und atmosphärische Welt. Die unterirdischen Anlagen wirken funktional und authentisch, während die eisige Oberfläche eine angenehm bedrückende Stimmung vermittelt. Gerade die Außenaufnahmen wissen zu gefallen und lassen die Welt trotz des begrenzten Settings erstaunlich weitläufig erscheinen. Auch die Computereffekte können sich sehen lassen und machten selbst auf der großen heimischen Leinwand einen überraschend guten Eindruck.
Der Filmverlauf gestaltet sich überwiegend rund und kommt weitgehend ohne größere Längen aus. Witzige Dialoge, düstere Momente und einige blutige Einlagen halten sich gut die Waage und sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Es gibt zwar ein, zwei kleinere Durchhänger, diese fallen jedoch kaum ins Gewicht und bremsen den Film nie spürbar aus.
Insgesamt ist „The Colony – Hell Freezes Over“ zwar kein überragender Vertreter des Endzeitgenres, dafür aber ein angenehm kurzweiliger Film mit einem stimmungsvollen Szenario, einer guten Besetzung und einer überraschend hochwertigen technischen Umsetzung. Gerade für eine Direct-to-DVD-Veröffentlichung ist die Qualität erfreulich hoch. Wer auf eisige Endzeit-Atmosphäre, solide Spannung und eine ordentliche Portion Survival steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.
7/10
Fotocopyright: Warner
