Inhalt
Ein paar Studenten beziehen ein altes Haus in der Nähe ihres Campus. Zunächst scheint das neue Domizil ein echter Glücksgriff zu sein, doch schon kurz nach dem Einzug häufen sich merkwürdige und zunehmend unheimliche Ereignisse. Schon bald kommen die Freunde einem düsteren Geheimnis auf die Spur und müssen feststellen, dass sie etwas geweckt haben, das sie besser in Ruhe gelassen hätten…
Fazit
So richtig viel Neues wird bei „The Bye Bye Man“ eigentlich nicht präsentiert, trotzdem hat mich der Film überraschend gut unterhalten. Vor allem die Atmosphäre und die insgesamt stimmige Inszenierung haben für mich einfach gepasst. Die jungen und eher unbekannten Darsteller harmonieren hervorragend miteinander und auch die eigentlich ziemlich ausgelutschte Geschichte entwickelt sich im Verlauf unerwartet packend.
Die Inszenierung bleibt dabei angenehm simpel, aber gerade das funktioniert erstaunlich gut. Es gibt keine riesige Anzahl an Darstellern, aufwendige Kulissen oder spektakuläre Effekte. Stattdessen wird viel mit Geräuschen, Schatten und vor allem dem eigenen Kopfkino gearbeitet. Man bekommt also nicht ständig alles vor die Nase gesetzt, sondern darf sich vieles selbst ausmalen. Wahrscheinlich ist diese Zurückhaltung teilweise auch dem eher überschaubaren Budget geschuldet, denn sobald der Computer etwas stärker zum Einsatz kommt, merkt man dem Film seine finanziellen Grenzen doch deutlich an.
Nichtsdestotrotz konnte mich das Geschehen immer wieder packen und trotz einiger vorhersehbarer Momente riss die Spannung eigentlich nie wirklich ab. Man wollte ständig wissen, wie es weitergeht und vor allem, wie die ganze Geschichte am Ende wohl ausgehen wird. Dazu kommen einige brauchbare Wendungen, die zwar nicht unbedingt völlig überraschen, das Geschehen aber trotzdem immer wieder in eine andere Richtung lenken. Auch das Tempo stimmt, denn größere Längen sucht man hier glücklicherweise vergeblich.
Viel erwartet habe ich im Vorfeld ehrlich gesagt nicht. Der Streifen war ein günstiger Schnapper vom Flohmarkt und hat mich dann am gestrigen Abend doch ziemlich angenehm überrascht. Sicherlich erfindet „The Bye Bye Man“ das Genre nicht neu und gerade bei den Effekten hätte man sich an der einen oder anderen Stelle etwas mehr gewünscht. Dafür bekommt man einen kleinen, atmosphärischen Grusel-Thriller, der seine begrenzten Möglichkeiten ordentlich ausnutzt und über weite Strecken spannend bleibt. Wer also kleine Horror- und Grusel-Thriller mag und nicht unbedingt auf großes Blutvergießen, zahllose Opfer oder spektakuläre Effekte aus ist, darf hier durchaus einmal einen Blick riskieren.
7/10
Fotocopyright: Paramount Pictures
