Inhalt
Familie Platt staunt nicht schlecht, als sie auf der Suche nach ihrem Hund plötzlich auf waschechte Dinosaurier trifft. Schnell wird klar, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Ihr Wohnviertel scheint durch eine mysteriöse Zeitreise mitten in eine längst vergangene Epoche versetzt worden zu sein und plötzlich lauern direkt vor der Haustür gewaltige Urzeitbewohner. Also bleibt der Familie zunächst nichts anderes übrig, als sich im eigenen Haus zu verbarrikadieren. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen und vor allem: Wie bekommen sie ihr normales Leben wieder zurück?
Fazit
Dinosaurier sind zwar ausgestorben, originelle Ideen zum Glück aber noch lange nicht. „The End Of Oak Street“ mag seinem derzeit ziemlich großen Hype in meinen Augen nicht ganz gerecht werden, trotzdem bekommt man hier einen richtig guten und vor allem durchgehend unterhaltsamen Film geboten.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich der Film zunächst angenehm viel Zeit lässt. Die Dinosaurier werden nicht bereits nach wenigen Minuten inflationär ins Bild geworfen, sondern ihr Auftauchen wird relativ lange vorbereitet. Dadurch kann man sich erst einmal mit der Familie, ihrem Umfeld und dem ungewöhnlichen Szenario vertraut machen. Wenn die Urzeitviecher dann schließlich auftauchen, funktioniert der Effekt entsprechend besser. Später zieht das Tempo allerdings deutlich an, wodurch für die weitere Ausarbeitung einzelner Charaktere etwas weniger Zeit bleibt.
An Langeweile leidet der Film trotzdem zu keiner Zeit. Egal ob in den ruhigeren Passagen oder wenn plötzlich ordentlich Bewegung in die Sache kommt, der Unterhaltungswert bleibt konstant hoch. Humor und Grusel halten sich dabei angenehm die Waage, ohne dass eine der beiden Seiten die andere komplett verdrängt. Auch der Gewaltgrad passt für mich gut zum restlichen Film und ist für eine FSK 12 vollkommen zufriedenstellend.
Auch optisch kann sich das Ganze durchaus sehen lassen. Die Dinosaurier sind technisch ordentlich umgesetzt und gerade die Interaktion mit den Häusern, der Umgebung und den Menschen funktioniert erstaunlich gut. Natürlich erreicht die Inszenierung nicht ganz das Niveau der großen und vermutlich deutlich teureren Blockbuster, verstecken muss sich „The End Of Oak Street“ aber keineswegs. Insgesamt wirkt die Optik stimmig und die Urzeitbewohner fügen sich überraschend glaubwürdig in die moderne Umgebung ein.
Interessant sind zudem die kleinen Details bei der Darstellung der Dinosaurier. Aufmerksame Zuschauer dürften bemerken, dass man sich hier nicht mehr ausschließlich an den klassischen Vorstellungen orientiert, die man aus älteren Filmen kennt. Einige Dinosaurier werden mit Federn und deutlich kräftigeren Farben dargestellt und orientieren sich damit stärker an neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gerade im Vergleich zu älteren Werken wie beispielsweise dem ersten „Jurassic Park“ ist das durchaus interessant zu beobachten.
Unterm Strich ist „The End Of Oak Street“ für mich kein Meisterwerk, aber ein sehr unterhaltsamer Dino-Film mit einer schönen Ausgangsidee, gelungenem Spannungsaufbau und einer guten Mischung aus Grusel, Humor und Action. Der Hype ist vielleicht ein kleines bisschen übertrieben, sehenswert ist der Streifen aber allemal. Wer Dinosaurier mag und keine Probleme damit hat, dass hier nicht alles auf Blockbuster-Niveau umgesetzt wurde, dürfte seinen Spaß damit haben.
8/10
Fotocopyright: Warner Bros. (PLAION PICTURES)
