Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Zwei korrupte Cops erschießen einen Drogendealer, bei dem es sich dummerweise um einen Undercover-Agenten handelt. Als die beiden ihren fatalen Fehler bemerken und bereits weitere Behörden eingeschaltet wurden, geraten sie gehörig ins Schwitzen. Verzweifelt versuchen sie, einen Sündenbock zu finden, und treffen dabei eine folgenschwere Entscheidung…
Fazit
Für viele Zuschauer dürfte Gangland allein wegen Tupac ein Pflichtprogramm sein, doch auch für alle anderen Genrefreunde ist die Sichtung keineswegs verschwendete Zeit. Die Geschichte ist solide aufgebaut, die Charaktere funktionieren und vor allem der Unterhaltungsfaktor stimmt. Größere Längen gibt es kaum, die Handlung kommt zügig voran und hält das Interesse über die gesamte Laufzeit aufrecht.
Obwohl der Film einen überwiegend ernsten Grundton anschlägt, sorgen einige überspitzte Szenen immer wieder für ein leichtes Grinsen. Dabei ist angenehm, dass diese Momente sparsam eingesetzt werden und der Film nie ins reine Komödienfach abrutscht. Stattdessen lockern sie das Geschehen lediglich etwas auf, ohne die durchaus kritische und düstere Seite des Films zu untergraben.
Neben dem legendären Tupac gefällt vor allem James Belushi, der seine Rolle sehr überzeugend spielt und je nach Situation zwischen knallhart und schwarzhumorig wechselt. Auch Dennis Quaid als Obdachloser macht seine Sache ordentlich. Technisch gibt es ebenfalls wenig auszusetzen: saubere Bilder, ordentlich gesetzte Schnitte und ein passender Soundtrack sorgen für einen insgesamt stimmigen Eindruck.
Gangland ist sicherlich kein absolutes Genrehighlight, aber ebenso wenig ein schlechter Vertreter seiner Zunft. Der Film liefert alles, was man für einen unterhaltsamen Cop- und Gangsterthriller braucht, bleibt kurzweilig und profitiert besonders vom Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller. Wer Tupac sehen möchte, sollte ohnehin einen Blick riskieren – aber auch darüber hinaus hat der Streifen durchaus einiges zu bieten.
7/10
Fotocopyright: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
