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Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens

Inhalt

Die letzte Überlebende der schrecklichen Ereignisse in der Vanacutt-Villa ist inzwischen ebenfalls tot. Ihre Schwester glaubt allerdings nicht an den von der Polizei festgestellten Selbstmord und beginnt, den mysteriösen Umständen ihres Todes selbst nachzugehen. Dabei stößt sie schon bald auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass an den seltsamen Geistergeschichten der Verstorbenen tatsächlich mehr dran sein könnte, als zunächst angenommen…

Fazit

Der erste „Haunted Hill“ – der selbst bereits ein Remake war – hat sich über die Jahre durchaus zu einem kleinen Klassiker des Horrorfilms gemausert. Wirklich gut war der Streifen zwar eigentlich nie, doch mit seinen witzigen Ideen, einigen schön blutigen Effekten und vor allem einer ausgezeichneten, düsteren Atmosphäre konnte er sich angenehm von vielen anderen Vertretern des Genres abheben. Dazu kam eine herrlich übertriebene Inszenierung, die aus dem eigentlich recht simplen Spukhaus-Szenario doch einiges herausholen konnte.

Teil 2 knüpft relativ nahtlos und auch halbwegs plausibel an die Ereignisse des Vorgängers an und versucht, erneut aus der unheimlichen Villa Kapital zu schlagen. Ganz gelingt das allerdings nicht. Zwar gibt es durchaus ein paar nette Einfälle und einige ordentlich blutige Momente zu bestaunen, insgesamt zieht sich die Angelegenheit aber doch deutlich mehr in die Länge. Statt ständig für neue Überraschungen zu sorgen, beschränkt sich der Film über weite Strecken auf behäbiges Herumschleichen durch die dunklen Räumlichkeiten. Wirklicher Grusel kommt dabei nur selten auf und auch die Spannung hält sich entsprechend in Grenzen.

Gerade im direkten Vergleich mit dem ersten Teil wird deutlich, dass hier einiges von dessen Charme verloren gegangen ist. „Haunted Hill“ konnte noch von seiner völlig überdrehten Atmosphäre und dem teilweise angenehm trashigen Einschlag profitieren. Die Fortsetzung wirkt dagegen wesentlich gewöhnlicher und erreicht nur selten die gleiche unterhaltsame Mischung aus Horror, Splatter und schwarzem Humor. Einige Szenen funktionieren zwar ganz gut, insgesamt fehlt es dem Film aber an Höhepunkten, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Dafür können sich die Effekte durchaus sehen lassen. Handwerklich wurde hier solide gearbeitet und vor allem bei der Härte hat man sich nicht lumpen lassen. Blut fließt regelmäßig und einige der gezeigten Sauereien fallen durchaus angenehm deftig aus. Für eine 18er-Freigabe bekommt man also tatsächlich einiges geboten. In dieser Hinsicht kann die Fortsetzung den ohnehin schon nicht gerade zimperlichen Vorgänger sogar noch minimal übertreffen. Wer bei einem Horrorfilm in erster Linie auf handgemachten Splatter und ein paar ordentliche Gore-Einlagen aus ist, kommt daher zumindest teilweise auf seine Kosten.

Auch bei den Darstellern sollte man keine großen Leistungen erwarten. Wirklich schlecht spielt zwar niemand, von einer besonders überzeugenden Vorstellung kann man allerdings ebenfalls nicht sprechen. Für das eher überschaubare Niveau des Films reichen die Leistungen aber vollkommen aus. Zumal ein Großteil der Figuren ohnehin nicht lange im Film verweilen darf und entsprechend wenig Gelegenheit bekommt, überhaupt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine kleine Ausnahme bildet Jeffrey Combs, der wie gewohnt etwas mehr Persönlichkeit in seine Rolle bringt und dadurch automatisch zu den interessanteren Erscheinungen des Films gehört.

Unterm Strich ist „Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens“ also eine typische Fortsetzung, die sich deutlich am Vorgänger orientiert, dessen Klasse aber nicht mehr erreicht. Die Geschichte ist passabel, die Atmosphäre teilweise gelungen und der Härtegrad erfreulich hoch. Dafür fehlt es an Spannung, echtem Grusel und vor allem an den verrückten Ideen, die den ersten Teil trotz seiner Schwächen recht unterhaltsam gemacht haben. Langeweile kommt zwar nicht permanent auf, ein echter Pflichtfilm ist die Rückkehr in die Vanacutt-Villa aber definitiv nicht.

Als kleiner Horror-Snack für Zwischendurch geht die Fortsetzung dennoch in Ordnung. Wer den ersten Teil mochte und keine großen Erwartungen an das Wiedersehen mit dem Haus des Schreckens stellt, bekommt zumindest solide Genre-Unterhaltung mit einigen netten Splatter-Einlagen geboten. Im direkten Vergleich fällt Teil 2 allerdings deutlich ab und bleibt letztlich ein eher durchschnittlicher Nachschlag, den man gesehen haben kann, aber keineswegs gesehen haben muss.

6/10

Fotocopyright: Warner

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