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Harte Ziele

Inhalt

Der Eigenbrötler Chance wird von der hübschen Natasha angeheuert, um ihren Vater zu finden. Rasch führt die Spur zu skrupellosen Gangstern, die ihr Geld mit der Jagd auf Menschen verdienen und dem gesuchten Obdachlosen wohl auch den Gewinn von viel Geld in Aussicht stellten…

Fazit

Zweifelsohne gehört John Woos „Harte Ziele“ zu den heftigeren Filmen des muskulösen Belgiers – aber definitiv auch zu seinen besseren.

Die Handlung mag weder sonderlich tiefgründig noch besonders originell sein, doch das war bei einem Actionfilm dieser Art wohl auch nicht unbedingt die oberste Priorität. Viel wichtiger sind schließlich die Fäuste, Schüsse und Explosionen – und davon hat „Harte Ziele“ reichlich zu bieten. Woo zeigte bereits bei seinem Hollywood-Debüt eindrucksvoll, wie krachende Handkantengefechte auszusehen haben und wie man die Beine von Jean-Claude Van Damme am geschicktesten einsetzen kann.

Dabei wirkt die Action nicht einfach nur hart und schnörkellos, sondern ist obendrein hervorragend choreografiert und von Woo mit seinem gewohnt sicheren Gespür für Dynamik und Bildsprache inszeniert. Besonders die zahlreichen Shootouts und Nahkämpfe profitieren von den ungewöhnlichen Kameraperspektiven und der teilweise geradezu übertriebenen Inszenierung. Was damals schon spektakulär aussah, macht auch heute noch ordentlich Spaß.

Van Damme glänzt vor allem mit seiner körperlichen Präsenz und der tollen Choreografie seiner Kämpfe. Als wortkarger Tagelöhner hält er sich dagegen mit großen Sprüchen angenehm zurück und lässt lieber seine Fäuste für sich sprechen. Mit Lance Henriksen („Aliens“) und Arnold Vosloo („Die Mumie“) stehen ihm zudem zwei großartige Gegenspieler gegenüber, die sichtlich Freude daran haben, ihre Figuren mit der nötigen Skrupellosigkeit auszustatten. Besonders Henriksen gibt dabei einen wunderbar überheblichen und eiskalten Bösewicht ab.

Auch technisch kann sich „Harte Ziele“ mittlerweile wieder sehen lassen. Die aus mehreren Perspektiven eingefangenen Actionszenen kommen auf der mittlerweile sehr würdigen Blu-ray so schön wie wohl nie zuvor zur Geltung. Die Bildqualität lässt die düsteren Straßen von New Orleans ebenso wie die zahlreichen Shootouts und Explosionen hervorragend von der heimischen Leinwand krachen. Selbst bei seiner damaligen Premiere dürfte der Film kaum spektakulärer ausgesehen haben.

Natürlich sollte man bei der Handlung keine großen Überraschungen oder tiefgründige Charakterentwicklungen erwarten. „Harte Ziele“ will in erster Linie ein kompromissloser Actionfilm sein – und genau das bekommt man auch. John Woo verbindet seine asiatisch geprägte Actioninszenierung mit dem klassischen Hollywood-Actionkino und liefert damit einen Film ab, der auch Jahrzehnte später noch bestens funktioniert.

Mit „Harte Ziele“ lieferte Kultregisseur John Woo einen herrlich überdrehten und kompromisslosen Actionkracher ab, der Jean-Claude Van Damme von seiner schlagkräftigsten Seite zeigt und auch heute noch ordentlich Spaß macht. Wer auf handgemachte Action, brutale Zweikämpfe, reichlich Schießereien und spektakuläre Explosionen steht, kommt an diesem Klassiker kaum vorbei.

7,5/10

Fotocopyright: Plaion Pictures

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