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xXx – Triple X

Inhalt

Internetaktivist Xander Cage wird gegen seinen Willen vom Geheimdienst angeworben und auf eine gefährliche Reise nach Osteuropa geschickt. Im Gegenzug für seine Mitarbeit bei den Ermittlungen gegen ehemalige Soldaten der Roten Armee wird ihm Straffreiheit in seiner Heimat in Aussicht gestellt…

Fazit

Ich habe den Film damals im Kino gesehen und anschließend auch mehrmals auf DVD geschaut, doch so richtig wollte der Funke nie überspringen. Erst gestern Abend dämmerte mir, woran das wohl gelegen haben könnte.

Denn so richtig gut war der Streifen an sich nie. Die Story wirkt wie eine ziemlich billige Bond-Kopie, nur dass der englische Gentleman kurzerhand durch einen ruppigen Ami ersetzt wurde. Dazu versuchte man mit jeder Menge Trendsportarten und einem möglichst coolen Hauptdarsteller das jüngere Publikum anzusprechen. Das funktioniert zwar irgendwie, wirkt rückblickend aber auch ziemlich bemüht.

Der Schlüssel zum Erfolg lag für mich letztlich in einer vernünftigen Heimkinoanlage, die mir damals schlicht noch gefehlt hat. Dass mich eine schwache Handlung und ein gnadenlos cooler Vin Diesel erwarten würden, war mir schließlich bekannt. Dass mich dank der unkomprimierten 5.1-Tonspur allerdings ein derartiges akustisches Feuerwerk erwartet, damit hatte ich nicht gerechnet.

Mit einem breiten Grinsen und ordentlich aufgedrehter Anlage saß ich gestern vor meinem 98-Zoll-Schirm und hatte stellenweise fast den Spaß meines Lebens. Bei wummernden Soundtracks, krachenden Explosionen und vor allem den gewaltigen Lawinen blieb kein Auge trocken – oder besser gesagt: kein Ohr taub. Das Wohnzimmer bebte und der Spaßfaktor schoss stellenweise durch die Decke.

Eindrucksvolle und handwerklich sauber gemachte Stunts lenken zusätzlich vom dürftigen Rest ab und natürlich befindet sich Vin Diesel hier in einer seiner coolsten Rollen. Die flotten Sprüche passen perfekt zum völlig übertriebenen Drumherum und sorgen dafür, dass die knapp zwei Stunden erstaunlich kurzweilig vorbeiziehen.

Richtig gut ist „xXx“ nach wie vor nicht. Dafür ist die Geschichte schlicht zu dünn und vieles einfach zu plakativ auf cool getrimmt. Als brachialer Heimkino-Spaß funktioniert der Streifen allerdings erstaunlich gut. Wer eine ordentliche Anlage besitzt und einfach mal wieder richtig was auf die Ohren bekommen möchte, darf hier bedenkenlos aufdrehen. Hier gibt es Actionkino erster Güte – Hirn aus, Anlage an und Spaß haben!

7/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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