Inhalt
Das Chaos um einen abhandengekommenen Virus zwingt die beiden Rivalen Hobbs und Shaw erneut zu einer unfreiwilligen Zusammenarbeit. Ein ehemaliger Elitesoldat ist hinter der heißen Ware her und ausgerechnet Shaws hübsche Schwester gerät zwischen die Fronten…
Fazit
Mit „Hobbs & Shaw“ erhielt die „Fast & Furious“-Reihe vor ein paar Jahren ihr erstes Spin-off und hinterließ damals wie heute eher gemischte Gefühle bei mir. Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine mittelprächtige Handlung, die mit reichlich Action stilvoll kaschiert wird, doch bei diesem Titel ging das bewährte Rezept nicht so ganz auf.
Für meinen Geschmack ist „Hobbs & Shaw“ deutlich zu lang geraten und setzt zudem auf einige fragwürdige Designentscheidungen, die vor allem im Finale ihren traurigen Höhepunkt erreichen. Trotz zweier großartiger Darsteller und einiger wilder Verfolgungsjagden fühlte sich das Ganze nicht mehr wirklich wie ein Teil der Hauptreihe an, konnte aber gleichzeitig auch nicht so recht auf eigenen Beinen stehen.
Die Effekte und vor allem die ständigen Zankereien zwischen „The Rock“ und Statham gehören zweifellos zu den Highlights und sorgen immer wieder für Kurzweil. Pacing und Storytelling machen dem Ganzen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Zu oft schleichen sich Längen ein und viele Passagen – besonders der bereits erwähnte Schlusspart – wirken austauschbar und beliebig. Man hatte vieles davon schon irgendwo gesehen, allerdings entweder lustiger oder schlicht besser umgesetzt.
Es gibt durchaus einige starke Momente, allerdings ebenso viele Durchhänger. Die Darsteller gefallen, die extrem austauschbaren Actionpassagen dagegen weniger. Der niedrigen Altersfreigabe sind zudem einige ziemlich lasche Kampfszenen geschuldet, wodurch gerade in diesem Bereich einiges an Härte verloren geht.
Richtig schlecht ist „Hobbs & Shaw“ sicherlich nicht, für einen kurzweiligen Actionsnack hätte es an vielen Stellen aber deutlich runder im Getriebe laufen müssen. Am Ende bleiben deshalb vor allem gemischte Gefühle zurück.
5,5/10
Fotocopyright: Universal Pictures (Plaion Pictures)
