Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Eine Gruppe Gangster staunt nicht schlecht, als plötzlich ein alter Weggefährte bei ihnen auftaucht und ein lukratives Geschäft anbietet. Eigentlich sollte der gemeinsame Kumpel noch im Knast sitzen, doch auf einmal steht er ohne Voranmeldung wieder vor ihnen.
Er bietet seiner alten Gang einen Überfall auf einen Geldtransporter an, kennt konkrete Fahrpläne und hat bereits einige Lösungsvorschläge parat. Doch die anderen sind misstrauisch und befürchten, dass der Coup überstürzt in Angriff genommen werden soll.
Fazit
Dass eine gute Besetzung nicht zwangsläufig für Qualität steht, ist bekannt und bei „Takers“ leider bittere Realität. Der Streifen hat mich allein aufgrund seiner Darsteller angesprochen und erst auf den zweiten Blick habe ich mir die Inhaltsangabe genauer angesehen – die sich zunächst auch gar nicht mal so schlecht las.
Schon in den ersten Minuten merkt man allerdings, dass es sich hier trotz der bekannten Namen bestenfalls um eine zweitklassige Produktion handelt. Die Aufnahmen wirken zuweilen recht billig und die hektische Kamera nervt mehr, als dass sie für Atmosphäre sorgt. Auch die dunklen Farbtöne und teils schlecht platzierten Schnitte können nicht wirklich überzeugen.
Die Handlung geht in Ordnung, präsentiert allerdings rein gar nichts Neues und überrascht schon gar nicht mit unvorhersehbaren Wendungen. Alles verläuft nach bewährtem Muster und verlässt die vorgefertigten Pfade des Genres kaum. Immerhin sind die rasanteren Momente nett inszeniert und halbwegs ordentlich gespielt. Natürlich nervt auch hier die technische Umsetzung hin und wieder, doch unterm Strich bilden die Actionabschnitte noch das eigentliche Highlight.
Allerdings stehen diese gar nicht so sehr im Vordergrund und werden immer wieder durch langwierige Passagen ausgebremst. Das Tempo knickt regelmäßig ein und auch auf die mittelprächtig synchronisierten Dialoge ist nicht immer Verlass.
„Takers“ zeigt durchweg, warum er – zumindest in meiner Gegend – nur den Weg in die Videotheken geschafft hat. Trotz des gefälligen Casts kommt das Geschehen nur selten richtig auf Touren und wirkt insgesamt ziemlich uninspiriert. Man hat vieles davon schon einmal gesehen und das Ganze hält einen deshalb nur mäßig bei Laune.
Unterm Strich also kein wirklich schlechter Film, aber auch nichts, was länger im Gedächtnis bleibt. Solide Durchschnittskost ohne größere Überraschungen, die man sich durchaus einmal ansehen kann, aber ebenso problemlos wieder vergessen darf. Spontan fällt mir allerdings „Armored“ ein, der hier ebenfalls eher beiläufig erschien, ebenfalls ordentlich besetzt war, insgesamt aber deutlich runder wirkte und mich mit seiner Geschichte wesentlich besser bei Laune hielt.
5,5/10
Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment
