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xXx – The Next Level

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Ein NSA-Hauptquartier wird von einer unbekannten Truppe überfallen und Teamleiter Gibbons kann dem Attentat nur knapp entkommen. Da sein bester Mann – der ehemalige xXx-Agent – ebenfalls bei einem Hinterhalt ums Leben kam, braucht er dringend frisches Blut für eine neue Aufklärungsmission.

Gibbons verhilft dem inhaftierten Darius Stone zur Flucht aus dem Gefängnis und stellt ihn im Gegenzug in seine Dienste. Beide kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Militär und schon bald stellt sich heraus, dass ein alter Bekannter hinter den Vorfällen steckt. Dieser plant gemeinsam mit einer Militäreinheit, das Oberhaupt des Landes auszuschalten und sich anschließend selbst zum neuen Präsidenten zu ernennen…

Fazit

Während sich schon der erste Teil nicht gerade durch außergewöhnliche Qualitäten auszeichnete, wusste er zumindest ungemein gut zu unterhalten. Die Mischung aus cooler Stunt-Action und einer kultigen Hauptfigur funktionierte bestens. Die Fortsetzung kann daran allerdings in kaum einer Hinsicht anknüpfen.

Schon zu Beginn fällt das pseudo-coole Getue von Ice Cube negativ auf. Seine Gestik wirkt eher nervig und irgendwie konnte ich mich nie wirklich an ihn in der Rolle des Actionhelden gewöhnen. Dafür wirkt er einfach zu wenig athletisch und insgesamt nicht besonders prädestiniert für diese Aufgabe. In Werken wie „Friday“ ist er meiner Meinung nach deutlich besser aufgehoben. Die Beteiligung von Xzibit unterstreicht zudem den zwanghaft auf cool getrimmten Gesamteindruck, mit dem man offensichtlich ein jüngeres Publikum ansprechen wollte. Das ständige Gangster-Gehabe und Posieren mit irgendwelchen Luxuskarren wirkt dabei eher deplatziert. Mir gefällt so etwas jedenfalls überhaupt nicht.

Auch bei den Dialogen sollte man keine großen Wunder erwarten. Gespickt mit flachen Unterhaltungen, schlecht interpretierten Zitaten und Fragmenten aus Songtexten bekannter Rapper liegt das Niveau nicht gerade hoch. Viel zu oft wurde das Augenmerk auf den vermeintlichen „Coolness-Faktor“ gelegt, was gerade bei den Konversationen stellenweise ziemlich unbeholfen wirkt.

Die Geschichte selbst verläuft weitestgehend nach bewährtem Schema und liefert keine spektakulären Wendungen. Begriffe wie „Realismus“ oder „Logik“ sollte man ohnehin besser gar nicht erst in den Mund nehmen, denn beides ist hier völlig fehl am Platz. Hubschrauber tauchen scheinbar aus dem Nichts auf und so manche Szene wirkt, als hätte man sie ohne großen Plan zusammengeschustert. Man bekommt stellenweise den Eindruck, dass man einfach mit den Dreharbeiten begonnen und sich anschließend spontan überlegt hat, wie man die nächste übertriebene Actionsequenz einbauen könnte.

Immerhin können sich die Action und deren Effekte durchaus sehen lassen. Explosionen wummern ordentlich und sind optisch ein echter Hingucker. Auch die Kameraarbeit ist gelungen und wartet gerade in den rasanten Szenen mit einigen interessanten Schwenks auf. Da fällt es dann auch nicht mehr ganz so schwer, über die teilweise völlig lächerlichen Aktionen hinwegzusehen, bei denen mal wieder sämtliche Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt werden. Der Soundtrack ist dagegen eher durchschnittlich, untermalt das Geschehen passabel, bleibt nach dem Abspann aber nicht weiter im Gedächtnis.

Schon der Vorgänger war sicherlich kein Meisterwerk, konnte zumindest in seiner kürzeren Kinofassung aber ordentlich unterhalten. „xXx – The Next Level“ kann daran leider kaum anknüpfen und leistet sich abseits der Action einfach zu viele Schwächen. Wer das krude Konstrukt aus teils nervigen Charakteren, flachen Dialogen und einer ziemlich ideenlosen Story in Kauf nimmt, wird zumindest kurzweilig und stellenweise durchaus launig unterhalten. Eine wirkliche Actionempfehlung ist der Film allerdings nicht. Für zwischendurch reicht es gerade noch.

6/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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