Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Wegen Zweifeln an den Motiven seiner Führer verlässt Behmen gemeinsam mit seinem besten Freund den Orden der Tempelritter und reist seitdem auf eigene Faust durchs Land. Die Erinnerungen an den Mord an vielen unschuldigen Menschen lassen ihn kaum noch schlafen, weshalb er ein ziemlich trostloses Leben auf Wanderschaft führt. Immer mit der Angst, von Andersgläubigen erkannt und getötet zu werden.
Während einer Rast in einer kleinen, von der Pest verseuchten Stadt werden die beiden Deserteure trotz aller Tarnung als ehemalige Templer erkannt, geächtet und inhaftiert. Sollten sie jedoch noch einen letzten Auftrag im Namen der Kirche erledigen, winkt ihnen die endgültige Freiheit …
Fazit
Mit gemischten Gefühlen bin ich an Der letzte Tempelritter herangegangen und war letztlich doch positiv überrascht. Hatte ich zunächst einen eher bitteren Historienfilm erwartet, entpuppte sich der Streifen als unterhaltsames Treiben mit einer gelungenen Mischung aus Action, Fantasy, Humor und ein wenig Kritik an der Kirche.
Der Verlauf ist extrem kurzweilig und weitgehend frei von Längen. Die Macher sorgen stets für Abwechslung und halten das Tempo angenehm hoch. Viele gute Ideen werden zu einem unterhaltsamen Gesamtresultat verwurstelt und das interessante Finale verpasst dem bunten Konstrukt einen gefälligen Abschluss. Nähere Details werde ich natürlich nicht verraten, aber mir hat die Entwicklung der Geschichte durchaus gefallen.
Cage hatte sicherlich schon tiefgründigere Rollen, was hier aber keineswegs großartig stört. Er und seine Gefährten, insbesondere Ron Perlman, verkörpern ihre Figuren ganz ordentlich und bringen vor allem die nötige Portion Ironie mit. Das Zusammenspiel aller Beteiligten überzeugt und gibt kaum Anlass zur Klage.
Das einzig wirklich Negative bei diesem Spektakel sind höchstens ein paar Effekte, deren Herkunft aus dem Computer absolut nicht zu verleugnen ist. So wirken manche Gestalten oder Kulissen oftmals zu künstlich, doch daran gewöhnt man sich relativ schnell. Es fällt zwar immer wieder auf, letztlich habe ich das aber als kleinen Makel abgeschrieben. Ansonsten ist die technische Umsetzung durchaus gelungen.
Wer auf spaßige Fantasy-Action steht, sollte sich diesen Streifen durchaus auf dem Einkaufszettel notieren. Das Gebotene ist kurzweiliges Popcorn-Kino, das von Anfang bis Ende ordentlich unterhält. Wer natürlich einen authentischeren Geschichtsfilm à la Königreich der Himmel erwartet, schaut in die Röhre. Alle anderen dürfen Snacks und Getränke bereithalten und einen zwar nicht sonderlich tiefgründigen, aber durchaus spaßigen Abend erleben.
7/10
Fotocopyright: LEONINE
