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Fire with Fire – Rache folgt eigenen Regeln

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Ungewollt wird Feuerwehrmann Jeremy Zeuge des Mordes an einem Verkäufer und dessen Sohn. Er kann sich vor den Tätern in Sicherheit bringen und findet Schutz bei der Polizei, doch die Lage entspannt sich nicht. Der Kopf der Attentäter verfügt über gute Beziehungen und kommt sogar recht schnell an die vertraulichen Informationen des eingeleiteten Schutzprogramms.

Statt Jeremy direkt anzugreifen, lauern die Bösewichte dessen Freunden auf und bedrohen zudem alle Personen aus seinem Umfeld. Da Jeremy nun nicht einmal mehr dem Schutz der völlig überforderten Polizei vertraut, nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand und beginnt einen Rachefeldzug auf eigene Faust…

Fazit

Videothekenproduktionen mit Bruce Willis hinterlassen bei mir im Vorfeld schon oft einen faden Beigeschmack und deshalb war die Euphorie beim Anblick des Covers seines neuesten Werkes nicht allzu groß. Wahrscheinlich war dies aber auch die beste Grundeinstellung, denn so konnte „Fire with Fire“ umso mehr überraschen.

Bruce Willis hat eine unerwartet große Rolle in einem wirklich gut gemachten und grundsoliden Actionfilm ohne Schnörkel. Die Geschichte ist einfach, die Charakterzeichnung ziemlich klischeehaft, aber dennoch fühlt sich alles unglaublich effektiv und kurzweilig an. Zum Teil liegt das sicherlich am hohen Härtegrad, der nicht gerade zimperlich mit den Figuren umgeht, zum anderen ist es dem gradlinigen und zu keiner Zeit langweiligen Verlauf zu verdanken. Man leistet sich keine Leerlaufphasen und kurbelt das Geschehen stets im richtigen Tempo an. Geballere und Dialoge halten sich wunderbar die Waage, und auch das Spiel der Schauspieler passt im gegebenen Rahmen.

D’Onofrio gibt einen fast schon zu diabolischen Gegenspieler ab, während Feuerwehrmann Duhamel im ersten Moment schon fast zu gutmütig wirkt. Willis ist gewohnt cool und wirkt weitaus weniger peinlich als bei anderen Gastauftritten in eher günstigen Produktionen. In einer Nebenrolle gibt es sogar Vinnie Jones zu sehen, womit der B-Eindruck umso mehr bestätigt wird, was hier allerdings keineswegs negativ gemeint ist. Man fühlt sich bei all den Darstellern und natürlich der gradlinigen, cool inszenierten Story sofort wohl und stört sich nicht an kleineren Ungereimtheiten wie den schablonenhaften Charakteren oder den unglaubwürdigen Sprüngen in der Handlung.

Wenn alle Videothekenpremieren so prächtig wie „Fire with Fire“ wären, dann gäbe es in der Filmwelt weitaus weniger zu kritisieren. Wohl zurecht konnte man dem Projekt anfangs eher skeptisch gegenüberstehen, doch nach kurzer Zeit waren alle Zweifel verflogen. Der Titel ist tolle Actionkost mit allem, was dazugehört, und braucht sich in Sachen Unterhaltungswert vor keinem dicken Blockbuster zu verstecken. Natürlich wirken die Optik und die Effekte insgesamt nicht ganz wie A-Ware, aber das ist wirklich nicht schlimm. Genrefreunde sind hier jedenfalls bestens aufgehoben und sollten zugreifen.

8/10

Fotocopyright: LEONINE

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