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S.W.A.T. – Die Spezialeinheit

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

S.W.A.T. ist die Eliteeinheit der amerikanischen Polizei schlechthin. Der alte Hase Hondo soll eine neue schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, um mit einigen erfolgreichen Einsätzen den ramponierten Ruf seines Reviers wiederherzustellen.

Dafür stellt er eine ungewöhnliche Gruppe aus teilweise recht eigenwilligen Beamten zusammen, die seinem Vorgesetzten allerdings ein Dorn im Auge ist. Dennoch absolviert die Truppe sämtliche Prüfungen mit Bravour und meistert auch die ersten Aufträge ohne größere Probleme. Was zunächst wie eine einfache Überführung eines Inhaftierten aussieht, entwickelt sich jedoch schnell zu einer echten Bewährungsprobe. Der Gefangene setzt vor laufenden Kameras ein hohes Kopfgeld auf seine Befreiung aus und plötzlich eröffnet die halbe Unterwelt die Jagd auf das S.W.A.T.-Team…

Fazit

Damals war ich von „S.W.A.T.“ irgendwie etwas enttäuscht. In meinen Augen hatte sich der Import der US-Scheibe nicht wirklich gelohnt. Trotzdem bin ich nun auf die deutsche Blu-ray umgestiegen. Das liegt wohl auch daran, dass die Erwartungen inzwischen etwas anders sind und man sich mit den diversen kleinen Macken mittlerweile ganz gut arrangieren kann.

Denn trotz einer eher mittelprächtigen Story und einiger unpassender Elemente versprüht der Streifen eine Menge Kurzweil. Auf dem Bildschirm ist eigentlich ständig etwas los und die coole Inszenierung weiß durchaus zu gefallen. An allen Ecken wurde eine ordentliche Hochglanzpolitur vorgenommen und auch der optische Eindruck ist famos. Gelungene Kameraperspektiven setzen die Einsätze schön in Szene, während gelegentliche Wackler für ein stimmiges Mittendrin-Gefühl sorgen. Die Action ist flott und unterhaltsam, selbst wenn es sich zwischendurch nur um Trainingsmissionen handelt.

Bei den Darstellern sieht es dagegen nicht ganz so überzeugend aus. Die bunte Truppe wirkt nicht unbedingt wie die „Freunde und Helfer“ von nebenan und agiert stellenweise einen Tick zu lässig. Besonders LL Cool J hat für mich überhaupt nicht gepasst und erforderte schon einiges an Ignoranz gegenüber seiner Person. Auch die Chemie zwischen Michelle Rodriguez und Colin Farrell wollte nicht so recht stimmen. Glücklicherweise steht eine Liebesgeschichte ohnehin nicht im Vordergrund, sodass dieser Umstand durchaus zu verschmerzen ist. Ansonsten macht die Besetzung ihre Sache ganz ordentlich, auch wenn manche Auftritte etwas zu cool geraten sind.

Für zusätzliche Stimmung sorgt der treibende Soundtrack, der mit seinen fetzigen Stücken hervorragend zur Hochglanzoptik passt und die Action ordentlich anheizt.

„S.W.A.T.“ ist sicherlich kein perfekter Film und möchte auch gar kein tiefgründiger Polizeithriller sein. Der Spaß steht klar im Vordergrund und eine komplexe Handlung sollte man besser nicht erwarten. Dafür bekommt man eine schicke, temporeiche Actionnummer, die zwar etwas oberflächlich bleibt, aber durchgehend ordentlich unterhält. Über kleinere Schwächen kann man dabei durchaus hinwegsehen und so lassen sich zwei Stunden kurzweilig vor dem Fernseher verbringen, ohne sich wirklich zu langweilen.

7,5/10

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

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