Phantastische Reise zum Mittelpunkt der Erde (1977)
Inhalt
Durch einen Zufall gelangt ein Wissenschaftler in den Besitz eines geheimnisvollen Buches, das von einer spektakulären Reise zum Mittelpunkt der Erde berichtet. Zunächst hält er die Aufzeichnungen für reine Fantasie, doch als er eine versteckte Botschaft entschlüsselt, kommen ihm erste Zweifel. Überzeugt davon, dass die beschriebenen Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben, stellt er ein kleines Expeditionsteam zusammen und macht sich auf die gefährliche Suche nach einem Zugang zur verborgenen Welt tief unter der Erdoberfläche…
Fazit
Geschichten von Jules Verne wurden bereits unzählige Male verfilmt und gerade Die Reise zum Mittelpunkt der Erde erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit bei Filmemachern. Gestern habe ich nun erstmals die italienische Variante von 1977 gesehen – und schaltete den Fernseher anschließend mit gemischten Gefühlen aus.
Die Handlung orientiert sich zwar recht stark an der bekannten Vorlage und übernimmt viele der klassischen Stationen der abenteuerlichen Reise, erreicht dabei jedoch nie die Klasse der bekanntesten Verfilmungen. Zwar gelingt es dem Film immer wieder, den Entdeckergeist und die Faszination des Unbekannten einzufangen, doch gerade bei der Inszenierung machen sich die begrenzten Mittel deutlich bemerkbar.
Besonders die Spezialeffekte schwanken stark in ihrer Qualität. Manche Kulissen und Kreaturen besitzen durchaus einen gewissen Charme und erinnern an die Abenteuerfilme vergangener Jahrzehnte, andere Szenen wirken hingegen selbst für damalige Verhältnisse recht schlicht. Auch das Erzähltempo ist nicht immer optimal gewählt. Einige Abschnitte ziehen sich merklich in die Länge, während andere interessante Ideen nur oberflächlich angerissen werden.
Dennoch besitzt der Film eine gewisse sympathische Ausstrahlung. Wer klassische Abenteuerfilme mag und bereit ist, über die eine oder andere Schwäche hinwegzusehen, kann hier durchaus einen unterhaltsamen Abend verbringen. Für einen Platz unter den besseren Verne-Verfilmungen reicht es allerdings nicht. Dafür fehlt es letztlich an Spannung, Schauwerten und dem nötigen Maß an filmischer Magie, um nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. Ich empfehle die besser gemachte Umsetzung von 1959.
5,5/10
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