Inhalt
Die Stadt Arkham wurde von einer mysteriösen Flut heimgesucht und beinahe vollständig zerstört. Außerdem lassen nun seltsame Kreaturen das Leben zu einem Alptraum werden. Inmitten dieser unheilvollen Bedingungen macht sich Privatdetektiv Calvin Rafferty auf die Suche nach seiner Geliebten…
Gameplay
Gespielt wird abermals aus der Third-Person-Perspektive und idealerweise mit einem guten Gamepad. Im Gegensatz zum Vorgänger durchforsten wir aber keiner relativ offene Welt und erfüllen Aufgaben darin, diesmal geht es wesentlich gradliniger in begrenzten Locations zur Sache.
Statt auf Detektivarbeit (z.B. das Zusammensetzen von Abläufen in der richtigen Reihenfolge), gibt es nun mehr Action im Stile eines “Resident Evil”. Es wird mehr geballert und die Rätsel beschränken sich – wie beim vermeintlichen Vorbild von Capcom – auf das Auffinden von Gegenständen zum Öffnen von Türen.
Natürlich stehen uns verschiedene Wummen zur Verfügung und Optionen wie beispielweise Unverwundbarkeit (lässt sich im einfachen Story-Modus in den Einstellungen aktivieren) machen uns das Leben wesentlich leichter.
Spielzeit
Für einen Durchgang im leichten Modus habe ich etwa 7 Stunden in der Welt von Lovecraft verbracht und wurde dabei durchwegs gut bei Laune gehalten.
Präsentation
Dank Unreal 5-Engine schaut das Spiel durchwegs stimmig und hochwertig aus. Zwar hätten einige Figuren noch ein paar Details vertragen können, doch die Welt an sich war optisch ein echter Hingucker und vor allem fingen die Designer jederzeit die Vibes von Lovecraft ein. Ob mysteriöses Krankenhaus über düstere Fischmärkte – oder Passagen im Gletscher in bester “Berge des Wahnsinns”-Manier. Dazu gesellte sich eine hervorragende englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.
Positiv
- hervorragende audiovisuelle Präsentation
- Lovecraft-Feeling durch und durch
- unkompliziertes Gameplay
- nützliche Hilfefunktionen wie Unsterblichkeit
Neutral
- keine Dedektivarbeit
- überschaubare Spielzeit
Negativ
- bis dato nur als Digital-Release erhältlich
- keine deutsche Sprachausgabe
Fazit
Ich liebe die Geschichten von Lovecraft und mochte den Vorgänger von “Sinking City” sehr. Bereits nach wenigen Sekunden war ich in der Fortsetzung versunken, doch mit fortlaufender Spielzeit fühlte sich das Spiel mehr nach “Resident Evil”, denn klassisches Adventure an – und das war dann auch Fluch und Segen zugleich.
Zwar ging das actionreiche Gameplay gut von der Hand und das Spiel an sich war trotz einiger nerviger Laufwege und dem noch nervigeren Suchen von Gegenständen zwar schnell verinnerlicht – ein wenig Knobelarbeit wäre jedoch nicht schlecht gewesen.
Am Ende ists die grandiose Atmosphäre und die Kurzweil, die für eine Empfehlung sprechen. Fans der Horrorwelten um Cthulhu und Konsorten kommen voll auf Ihre Kosten und werden dieses Wer hoffentlich so lieben (und kaufen), dass ein dritter Teil erscheinen darf.
Grafik: 8/10 | Sound: 8/10 | Gameplay: 6/10 | Gesamt: 8/10
Fotocopyright: Frogware
