Inhalt
Der Spieler findet sich in der Rolle einen Babys wieder und blickt zu Beginn des Spieles in die Augen des kurz darauf sterbenden Großvaters. Er hat uns eine seltsame Botschaft hinterlassen, doch wie können wir den Dingen auf den Grund gehen – schließlich können wir weder Laufen, noch vernünftig mit unseren Angehörigen kommunizieren…
Gameplay
“Goodnight Universe” ist ein immersives Adventure, welches uns aus dem Blickwinkel eines kleinen Kindes die Welt erkunden lässt und dabei auf dessen telephartischen Fähigkeiten setzt. So können wir auf Knopfdruck Gegenstände durch den Raum schweben lassen und so die Aufmerksamkit unserer Familie auf uns lenken. Später können wir sogar ganze Sätze in die Köpfe unserer Gegenüber transferieren und so besser mit Ihnen in Kontakt treten.
Richtig fortbewegen können wir uns nur an speziellen Stellen, bei denen wir via Geschicklichkeitsspielchen unsere Beine bewegen und uns voranrobben. Ansonsten findet alles auf liegender oder sitzender Perspektive statt und wir können lediglich unsren Kopf bewegen. Dies lässt uns stets auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und verhindert Leerläufe. Finden wir einmal nicht die Lösung einer Aufgabe, so gibt uns das Programm wertvolle Hinweise. Sollten wir einige Passagen (z.B. das vorbeischleichen am Kameras) nicht gelingen, wird uns irgendwann ein “Überspringen dieser Szene” angeboten.
Zweimal hatte ich Bugs, so dass das Spiel nicht mehr weitergegangen ist; Nach einen Neustart und laden ds letzten Spielstandes ging es dann aber wieder vorwärts. Das Programm legt automatische Speicherpunkte an und diese liegen zum Glück nicht allzu weit voneinander entfernt.
Spielzeit
Nach rund 4 bis 4,5 Stunden flackerte das Abspann über den Schirm. Für die regulär verlangten 30 Euro mag das nicht sonderlich viel erscheinen, doch mit Glück erhaltet Ihr das Spiel im Angebot für rund die Hälfte und dann geht es in Ordnung.
Präsentation
Optisch gefiel das Spiel mit einem minimalistischen aber dennoch recht hübschen Comic-Stil. Das Gebotene war hierdurch zwar relativ detailarm, lief dafür die meiste Zeit äußerst flüssig und kam mit kurzen Ladezeiten daher. Darüber hinaus haben die Macher interessante kreative Ideen zur Darstellung von Texten genutzt und so eine tolle Erzählweise abgeliefert.
Leider gab es nur eine englische Sprachausgabe und teils zu schnell vorbeiziehende deutsche Untertitel, doch folgen konnte man dem Geschehen auf alle Fälle. Die Sprecher waren passend gewählt, vor allem der Erzähler trug mit seiner ruhigen Stimme enorm zur Atmopshäre bei.
Positiv
- interessantes Spielkonzept
- nette, tiefgründige Geschichte
- toll geschriebene Figuren
- gelungene Vertonung
Neutral
- überschaubare Spielzeit
- nur englische Sprachausgabe
Negativ
- ein paar kleinere Bugs
- hin und wieder wenig Erklärung zur aktuellen Aufgabe
Fazit
Ich mag “Walking Simulatoren” und immersive Adventure, weshalb “Goodnight Universe” für mich ein schöner Auflug in eine ungewöhnliche Spielperspektive darstellte. Zwar gab es manchmal spieltechnisch ein paar kleinere Durchhänger oder Trial & Error-Momente, doch erzählerisch hat mich das Werk vollkommen abgeholt. Die kurze Spielzeit ging voll in Ordnung, da man seine überschaubare Handlung vollumfänglich präsentieren und verständlich machen konnte. Wer offen für neue Konzepte hat und streßfreie Storytellings zu schätzen weiß, darf also gerne mal ein Blick riskieren.
Grafik: 6,5/10 | Sound: 7,5/10 | Gameplay: 4/10 | Gesamt: 7/10
Fotocopyright: Skybound Games
