Inhalt
Nordkoreanische Truppen marschieren im Süden ein und die Verunsicherung in der Welt ist groß. Kommt es zu einem globalen Krieg oder können die Hintergründe der Invasion noch einmal aufgeklärt werden?
Gameplay
In diesem kleinen Review konzentriere ich mich auf den Einzelspieler-Part von “Call of Duty” und kann ihm Gameplay in bester Serientradition bescheinigen. Erneut wagen wir uns aus der Ego-Perspektive ins Gewühle und dürfen dabei allerlei Waffen – vom einfachen Messer, bis hin zum Raketenwerfer – in Anspruch nehmen.
Die abwechslungsreichen Missionen führen uns nicht nur durch verschiedene Länder (u.A. Korea, Amerika, Frankreich), sondern auch durch unterschiedliche Konzepte. Vom wilden Kriegstreiben über chaotische Verfolgungsjagden. Schleichpassagen oder packende Infiltration mit Nachtsichtgeräten ist alles dabei.
Sicherlich muss man dabei den ein oder anderen Abschnitt kurz auswendig lernen und stirbt ein paar unnötige Tode, doch die Rücksetzpunkte waren fair verteilt und ließen nicht viel Leerlauf oder Frust aufkommen. Meist sind die knackigen Abschnitte nach wenigen Versuchen gemeistert und ein befriedigendes Gefühl bei Sichtung der nächsten Zwischensequenz trat ein.
Spielzeit
Das Absolvieren der Singleplayer-Kampagne hat ca. 8 bis 9 Stunden in Anspruch genommen.
Präsentation
Durchgezockt habe ich das Spiel auf der Nintendo Switch 2, jedoch habe ich mir zuvor auch die Version für den PC angeschaut und konnte dabei (erwartete) Unterschiede feststellen. Während das Treiben auf dem Rechner stellenweise fast fotorealistisch ausschaut, geht es auf der kleinen Handheld-Konsole weit weniger hübsch zur Sache. Zwar wirken die Kulissen dank opulenter Schattenspiele noch recht anschaulich, fehlt es den Figuren an Details und Kontur. Hierdurch wirken besonders die Zwischensequenzen bei Nintendo eher wie ein Puppentheater. Immerhin konnte die Framerate meist gehalten werden (kurze Nachladeruckler inklusive) und die deutsche Vertonung war auf allen Plattformen gelungen.
Bei der Switch-Variante musste man übrigens erst ein Sprachpaket herunterladen und konnte die Sprache dann erst nach Anmeldung an einem Activision-Account umstellen – direktes “Offline-Gehen” und spielen der Kampagne erlaubte diese Einstellung zum Testzeitpunkt nicht. Hat etwas Nerven gekostet.
Positiv
- auf dem PC: hervorragende, fast fotorealistische Präsentation
- auf der Switch: solide Vorstellung mit guter Performance
- spannende Geschichte
- exzellente Vertonung
- abwechslungsreiche Aufgaben
- ausgewogenes Balancing bei den Missionen
- Schusswechsel fühlen sich angenehm wuchtig an
- Fahrzeughandling besser als bei den Vorgängern
Neutral
- kleinere Einstellungsprobleme auf der Switch
Negativ
- schlechte Nahkampfsteuerung mit Maus- und Tastatur (PC)
- einige Trial & Error-Passagen
Fazit
Die Fachpresse bezeichnet “Modern Warfare 4” als bestes “Call of Duty” der letzten Jahre und bei diesem Tenor möchte ich voll und ganz einstimmen. Für mich hat die Qualität der Kampanien zuletzt spürbar abgebaut und dieses Mal gab man sich endlich wieder Mühe. Alles wirkt wie ein vollwertiges Spiel und nicht wie ein aufgesetzter Zusatzmodus für Solisten.
“Modern Warfare 4” ist abwechslungsreich, gefiel mit originellen und zum Teil richtig spannenden Missionen und lotete seine Stärken hervorragend aus. Keine Passage erschien diesmal zu lang und trotz kleinerer “Trial & Error”-Erlebnisse mutete das Geschehen stets fair und machbar an. Unterm Strich reicht es hierdurch für eines der besten Spiele des Jahres, welches aufgrund seiner Vielfältigkeit einen Hoch besser als das tolle “Gears of War: E-Day” mundete.
Grafik: 8,5/10 | Sound: 8,5/10 | Gameplay: 7/10 | Gesamt: 8,5/10
Fotocopyright: Activision
